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Christoph Scheiner

Mindelheim 1575 - Neisse 1650


Der Mathematiker und Astronom Christoph Scheiner lebt in der Zeit von 1575 bis 1650. Scheiner tritt schon früh in einen ingolstädter Jesuitenorden ein und wird dort später als Professor für Mathematik und hebräische Sprache berufen. Er begibt sich auf Reisen und macht einen längeren Halt in Rom. Dort übernimmt Christoph Scheiner im Jahr 1617 die Leitung des Jesuitencollegiums in Neisse/Schlesien.
Scheiners wissenschaftliches Hauptwerk mit dem Titel "Oculus, hoc est fundamentum opticum" entstanden in Innsbruck im Jahr 1619, ist ein grundlegendes und wegweisendes veröffentliches Werk über die Physiologie des menschlichen Auges.
In dieser Schrift bekundet Christoph Scheiner die Basiserkenntnisse zu dem bis heute gültigen Begriff der Akkomodation, und führt darin den Beweis, daß die Netzhaut das ursprüngliche Sehorgan ist und die Kristall-Linse und der Glaskörper nur dazu dienen, die Lichtstrahlen dergestalt zu brechen, daß der Gegenstand sich auf der Netzhaut darstellt.
Christoph Scheiner widmet sich in seinen astronomische Studien vor allem der Oberflächenbeschaffenheit der Sonne und dabei der Beobachtung von Sonnenflecken. Über seine Erkenntnisse gerät Christoph Scheiner ab dem Jahr 1612 in einen langen Prioritätsstreit mit seinem Forscherkollegen Galilei.
Unter dem Titel "Rosa Ursina" erscheint im Jahr 1630 eine Zusammenfassung Christoph Scheiners Untersuchungen, die ebenso mit einer Widmung an seinen Förderer, den Herzog von Bracciano, veröffentlicht wird.


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